Das Garnisonsgeschehen bei der Bundeswehr
und deren Umfeld von 1968 bis zum Jahr 1979


Die NATO hat ihre Verteidigungsstrategie geändert. Es gilt nun das Prinzip der "Vorneverteidigung" nach dem Konzept einer fexiblen Erwiderung (Flexible Response).

Die Bundeswehr wird dazu neu strukturiert. Dadurch ergeben sich auch am Standort Delmenhorst Stationierungsänderungen.

Datum:

Ereignis:

 16. Januar 1968

Inkraftsetzung der NATO-Strategie der "Flexiblen Reaktion" (MC 14/3)

 16. Februar 1968

Die Standortkameradschaft im Deutschen Bundeswehrverband e.V. beantragt beim Ordnungsamt der Stadt Delmenhorst die Einrichtung einer öffentlichen Telefonzelle im Stadtteil Deichhorst für Soldaten und deren Angehörige.

 31. März 1968

Das II. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments 5 ist aufgelöst. Damit hat die Luftwaffe die Durchführung der Allgemeinen Militärischen Grundausbildung am Standort Delmenhorst beendet. 

 01. April 1968

Das Flugabwehrraketenbataillon 35  (FlaRakBtl 35) verlegt unter Führung ihres Kommandeurs, Oberstleutnant Boehnke, mit Stab, Stabsbatterie, Versorgungsbatterie und 4. Batterie von Oldenburg in die Caspari-Kaserne, nachdem dort das II. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments 5  (II./LwAusbRgt 5) aufgelöst worden ist, um so die vom FlaRak-Personal benötigten Kasernenquartiere verfügbar zu machen.

 25.April 1968

Oberstleutnant Koch, Kommandeur mittleres Instandsetzungsbataillon 510, wird verabschiedet. Ihm folgt im Amt Major Nitschke.

Juni bis Dezember 1968

Zur Unterstützung der auf dem walisischen Truppenübungsplatz Castle-Martin schießenden Panzerbataillone der Bundeswehr wird eine neu gebildete Panzer-Geräte-  und Versorgungskompanie unter Führung von Hauptmann Mostert, mittleres Instandsetzungsbataillon 510, nach Großbritannien verlegt. Soldaten aus dem gesamten norddeutschen Raum werden herangezogen, um das Gerät zu übernehmen, zu verwalten, instand zusetzen (einschließlich 40 Kampfpanzer Leopard) und die Ersatzteil- und Munitionsversorgung sicherzustellen. Der Kontakt zur walisischen Bevölkerung ist gut: Insbesondere die jungen Damen schwärmen von den German Tankmen.

 21. August 1968

Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei  (Delmenh. Kreisblatt  Berichte 1 und  Berichte 2)

 September 1968

  • Verlegung 4./Technisches Bataillon Sonderwaffen 160 aus der Boelcke-Kaserne in die Caspari-Kaserne
  • Kommandowechsel beim PzGrenBtl 312 von Oberstleutnant Schünemann an Major Manthey
    Das Panzergrenadierbataillon 312 feiert am 01. Oktober seinen 10. Geburtstag.

 10. bis 12. September

 1968

Der Standort führt die Schwimmmeisterschaften der 2. Alliierten Taktischen Luftwaffe (2. ATAF) durch. Die Stadt Delmenhorst stellt das städtische Schwimmbad zur Verfügung.

 20. März 1969

Feierliches Gelöbnis von über 700 Rekruten der PzGrenBrig 31 mit abschließendem Großen Zapfenstreich unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in der Lilienthal-Kaserne. Die Vereidigungsrede hält Generalmajor Ebeling, Kommandeur der 11. Panzergrenadierdivision.

 18. April 1969

Appell zum 10-jährigen Bestehen Versorgungsbataillon 316

 04. Mai 1969

20 Jahre NATO: Raketenartilleriebataillon 112 nimmt im Rahmen des Artillerieregiments 11 an einer Feldparade teil. (Delmenh. Kreisblatt)

 14. Mai 1969

Flugabwehrraketenbataillon 35 übernimmt die Patenschaft für die niederländische "5.Groep Geleide Wapens" (5. Lenkwaffengruppe) in Stolzenau

 07. Juni 1969

Das 5. Bundestreffen der ca 450 teilnehmenden  ehemaligen Angehörigen  des Infanterieregiments 65 wird vom PzGrenBtl 312 betreut/unterstützt und mit einem ganztägigen Programm durchgeführt. In Anwesenheit von Vertretern der Stadt wird eine neue Gedenktafel zu Ehren Gefallener eingeweiht.

 24. August 1969

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Steinhoff, besucht das Flugabwehrraketenbataillon 35.

 12. September 1969

Übergabe des Technischen Bataillons Sonderwaffen 160 von Oberstleutnant Schrabe an Major Görlich.

 24. September 1969

Übergabe des Flugabwehrraketenbataillon 35 von Oberstleutnant Boehnke an Major Vach.

 22. Oktober 1969

1969schmidt   Helmut Schmidt (SPD) wird Bundesminister der Verteidigung (bis 07.07.1972).   (Foto: BMVg)

 02. November 1969

Parade PzGrenBtl 312 anlässlich 10 Jahre im Standort

 09. Januar 1970

Raketenartilleriebataillon 112 erhält einen neuen Kommandeur: Major Hannemann übernimmt für drei Jahre von Oberstleutnant Pannen. Gleichzeitig fällt der Entschluss, die Aufgaben des Standortältesten zukünftig stets dem Kommandeur Panzergrenadierbataillon 312 zu übertragen.

 20. März 1970

Versorgungsbataillon 316 erhält mit Oberstleutnant Krämer einen neuen Kommandeur. Oberstleutnant Landvogt, der bisherige Kommandeur, wechselt zur Schule Technische Truppen II nach Bremen. Auch Oberstleutnant Nitschke, bisher Kommandeur mittleres Instandsetzungsbataillon 510, verlässt den Standort. Ihm folgt Major Feller.

 09. Mai 1970

Das in Delmenhorst durchgeführte und im Fernsehen übertragene Spiel ohne Grenzen benötigt Unterstützung durch zahlreiche Soldaten des Standortes, die teilweise ihren Jahresurlaub opfern, um dabei sein zu können.

 29./30. Mai 1970

6. Bundestreffen der Ehemaligen 290. Infanteriedivision und Umbenennung der Lilienthal-Kaserne in Feldwebel-Lilienthal-Kaserne durch den Divisionskommandeur der 11. PzGrenDiv, Generalmajor Ebeling.
(Unteroffizier Dirk Lilienthal, Angehöriger der 290. ID, ist am 02. April 1943, unter gleichzeitiger Beförderung zum Feldwebel, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden).
Der Festakt wird mit einem Großen Zapfenstreich in Anwesenheit der Vertreter der Stadt und vieler Bürger beendet. 

 August 1970

Das Raketenartilleriebataillon 112 wird wegen sehr guter Leistungen durch den Oberkommandierenden der US-Streitkräfte in Europa (USAREUR) ausgezeichnet (und nochmals 1974 und 1975).

 04. September 1970

Kommandowechsel beim PzGrenBtl 312 von Oberstleutnant Manthey an Oberstleutnant Schütze, und beim Flugabwehrraketenbataillon 24 von Oberstleutnant Frese an Oberstleutnant Mindner.

 03. März 1971

Soldaten der Ausbildungskompanie 12/1 spenden der DLRG-Ortsgruppe 156 DM für ein künftiges DLRG-Heim.

 23. April 1971

Feierlicher Appell zum 10-jährigen Bestehen des Raketenartilleriebataillons 112

 29. Juli 1971

Die Fahrschule PzGrenBtl 312 übergibt den 5000sten Führerschein. (Delmenh. Kreisblatt)

 24. September 1971

Übergabe des Flugabwehrraketenbataillon 35 von Oberstleutnant Vach an Oberstleutnant Künne

 01. Oktober 1971

Abgabe der 2. Kp Versorgungsbataillon 316 (SanKp) an das Sanitätsbataillon 11 in Leer

 28. Oktober 1971

1. Soldatenaustausch mit den Niederlanden. 44 Soldaten nehmen für vier Wochen am Dienst beim PzGrenBtl 312 teil.  (Delmenh. Kreisblatt)

 21. Dezember 1971

Besuch des Inspekteurs des Heeres, GenLt Ferber, bei den Heerestruppenteilen im Standort

 1972

Beginn der allgemeinen Umrüstung vom Schützenpanzer (SPz) HS 30 auf den SPz MARDER. In Delmenhorst ist das Panzergrenadierbataillon 312 davon betroffen.

 01. April 1972

Verlegung der zum 06.04.1961 aufgestellten Panzerpionierkompanie 310 (PzPiKp 310) von Oldenburg nach Delmenhorst und Stationierung in der Fw-Lilienthal-Kaserne. Chef ist Hauptmann Gehrmann.

Führungswechsel beim mittleren Instandsetzungsbataillon 510: Oberstleutnant Mostert übernimmt von Oberstleutnant Feller.

Oberstleutnant Wallrath übergibt das Kommando über das Flugabwehrraketenbataillon 24 an Oberstleutnant Menzel.

 01. Juli 1972

Versorgungsbataillon 316 erhält als neuen Kommandeur Oberstleutnant Schmidtke, der Oberstleutnant Kraemer ablöst. 

 07. Juli 1972

1972leber   Georg Leber (SPD) wird Bundesminister der Verteidigung (bis 16.02.1978).   (Foto: BMVg)

 15. August 1972

Die Leitung der Standortverwaltung wird vorübergehend von Regierungsoberamtsrat Willi Martens (bis zum 22.01.1973) wahrgenommen, nachdem deren Leiter, Regierungsoberamtsrat Karl-Heinz Bleck, verstorben ist.  

 16. September 1972

Die Samtgemeinde Syke und 4. Batterie des Flugabwehrraketenbataillon 35 (4./FlaRakBtl 35) bschließen eine Patenschaft.

 01. Oktober 1972

Oberstleutnant Görlich, Kommandeur Technisches Bataillon Sonderwaffen 160, übergibt das Kommando an Major Grönwoldt.

Umbenennung des mittleren Instandsetzungsbataillons 510 wieder in Instandsetzungsbataillon 510

Die 5./ Instandsetzungsbataillon 510 wird als 4. Kompanie an das Nachschubbataillon 140 (teilaktiv) abgegeben. Die Kompanie verbleibt am Standort Adelheide. Die dem Bataillon bisher zugehörende Ausbildungskompanie 12/I  wird dem Raketenartilleriebataillon 112 in der Barbarakaserne als Artillerieausbildungsbatterie 12/I unterstellt.

 13. November 1972

Sturmkatastrophe in Norddeutschland. Einsatz von ca. 200 Soldaten und einer größeren Anzahl an Fahrzeugen und Gerät aus Delmenhorst. Einsatzschwerpunkte sind die Räumung von aus Delmenhorst herausführenden Straßen, Entfernung von Bäumen an besonders gefährdeten Stellen, Freiräumen von Einfahrten zu Bauernhöfen und Bergung von Vieh, Transporthilfe für die Bundesbahn und Schulen und nicht zuletzt Bergung eines Schwerkranken in Dünsen mit Hilfe eines Bergepanzers. Die Stadt bedankt sich schriftlich beim Standortältesten und überweist 200 DM als Spende für das Soldatenhilfswerk.

 01. Januar 1973

Änderung der Dauer des Grundwehrdienstes auf 15 Monate

Gründung der Zentralen Rekrutenausbildung (ZRA) bei der 1. Kp Versorgungsbataillon 316 und Beginn der Umgliederung als Pilotversuch durch direkte Unterstellung von 2 Kompanien unter die 11. PzGrenDiv

 23. Januar 1973

Regierungsoberamtsrat Pagels übernimmt die Leitung der Standortverwaltung als Nachfolger des verstorbenen Regierungsoberamtsrates Bleck. (ROAR Pagels verbleibt bis zum 30.06.1979 in diesem Amt.)

 21. bis 24. Januar 1973

Zum dritten Mal hintereinander wird Flugabwehrraketenbataillon 24 in der als Alarmübung durchgeführten taktischen NATO-Prüfung mit GUT bewertet. Der Kommandierende General der Luftflotte, Generalleutnant Wehnelt, spricht dem Bataillon seine Anerkennung aus.

 19. März 1973

Die in der Caspari-Kaserne beheimatete 4. Batterie des FlaRakBtl. 24 bezieht ihre neue Einsatzstellung in Ristedt bei Syke; Pfarrer Quebbemann besetzt die vakante Stelle des Katholischen Standortpfarrers.

 31. März 1973

Die in der Caspari-Kaserne eingerichtete Standortkasse wird im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen aufgelöst und in eine Hauptzahlstelle umgewandelt. 

 01. April 1973

Kommandeurwechsel beim RakArtBtl 112: Oberstleutnant Naumann kommt für anderthalb Jahre und löst Oberstleutnant Hannemann ab. Kommandeurwechsel auch beim Technischen Bataillon Sonderwaffen 160: Oberstleutnant Grönwoldt geht, Oberstleutnant Graupner kommt.

 11. und 12. April 1973

37 Zahnärzte der Luftwaffe, darunter zwei Generalärzte, nehmen an einer Fortbildung in der Caspari-Kaserne teil. Der Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen, Dr. Lufft aus Hannover und der Leiter der Mund- und Kieferchirurgie der Universität Münster, Prof Dr. Dr. Becker, nehmen ebenfalls teil.

 12. April 1973

Die 2. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 24 verlegt in die neu errichtete Einsatzstellung Schönemoor. Dort ist zukünftig auch das Bataillon Operation Center (BOC) untergebracht.

 30. Mai 1973

Umbenennung Versorgungsbataillon 316 in Versorgungsbataillon 11 mit Abgabe der 3. Kp (neu: InstKp 310) und 4. Kp (neu: NschKp 310) an die PzGrenBrig 31 sowie Aufnahme der selbständigen NschKp aus Oldenburg als neue 3. Kp des Bataillons sowie Unterstellung der 4./NschBtl 140
Das Bataillon hat neben seinen logistischen Aufgaben die Zentrale Rekrutenausbildung für 11. Panzergrenadierdivision durchzuführen.

 01. Juni 1973

Die 5. Batterie des Raketenartilleriebataillons 112 (Begleitbatterie) wird vom Sondermunitionslager Dünsen in die Barbara-Kaserne nach Adelheide verlegt.

 20. Juni 1973

Schottentag beim Panzergrenadierbataillon 312: 200 schottische Soldaten sind zu Gast und absolvieren ein anspruchsvolles Besuchsprogramm einschließlich geselligem Beisammensein mit Tanz.

 30. Juni 1973

Die Bundeswehr gibt die seit 1960 im Werk Hansa der Deutschen Linoleumwerke als Depot genutzten Räume zurück.

 03. September 1973

Panzergrenadierbataillon 312 und das schottische Infanteriebataillon Queen´s Own Highlanders aus Osnabrück tauschen Patenschaftsurkunden aus. 100 Soldaten des Bataillons fahren nach Osnabrück und besiegeln die langjährigen kameradschaftlichen Beziehungen. Der Inspekteur des Heeres hatte die deutsche Urkunde unterzeichnet.

 17. bis 20. September

 1973

In der Gefechtsübung Big Ferro der 11. Panzergrenadierdivision hat das Versorgungsbataillon 11 erstmals seit Umgliederung alle an der Übung beteiligten Einheiten gefechtsmäßig zu versorgen.

 24. September 1973

Oberstleutnant Schmidtke, Kommandeur Versorgungsbataillon 11, übergibt das Kommando an Oberstleutnant Steinseifer.

 25. September 1973

Im Rahmen der Delmenhorster Festtage findet auf den Graftwiesen der Tag der Bundeswehr statt und sieht die bisher größte Waffen- und Geräteschau in der Stadt. 12.000 Besucher sind interessiert, darunter viele Jugendliche. Der Tag schließt mit einem großen Militärkonzert vor dem Stadtbad.

 26. Oktober 1973

Übergabe Flugabwehrraketenbataillon 35 von Oberstleutant Künne an Oberstleutnant Pickert.

 18. Dezember 1973

Oberstleutnant Schütze, Kommandeur Panzergrenadierbataillon 312 und Standortältester, erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande, und Oberfeldwebel Voth vom Flugabwehrraketenbataillon 24 erhält die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 1974

Einführung des EDV-gestützten Versorgungsverfahrens Materialkontrollzentrum-Truppe (MKZ-Tr) bei der 4. Kp (4./NschBtl 140)

 29. Januar 1974

Im Zuge der Neuordnung der Technischen Truppe des Heeres wird das Instandsetzungsbataillon 510 der 11. Panzergrenadierdivision und die 4. Kompanie ("Materialkompanie") des Nachschubbataillons 140 dem Versorgungsbataillon 11 unterstellt. Damit ist nun im Standort Delmenhorst der Schwerpunkt der Versorgung aller Heerestruppen im nordwestdeutschen Raum angesiedelt. Dem Unterstellungszeremoniell folgt ein Empfang, an dem auch die Spitzen der Stadt teilnehmen.

 01. April 1974

Kommandowechsel beim PzGrenBtl 312 von Oberstleutnant Schütze an Oberstleutnant Hansen.

 04. April 1974

25. Gründungstag der NATO wird im Standort mit einem Appell begangen (Delmenh. Kreisblatt).

Am gleichen Tag besucht der Generalquartiermeister des britischen Heeres, der 4-Sterne-General Sir William Jackson, das Instandsetzungsbataillon 510 und das Versorgungsbataillon 11, um sich über Aufgaben, Ausrüstung und Leistungsmöglichkeiten der Truppe zu informieren.

 06. bis 23. Mai 1974

Erstmals muss das Instandsetzungsbataillon 510 in einer Feldeinsatzübung zwischen Weser und Ems mit allen Kompanien über zweieinhalb Wochen hinweg feldmäßig instand setzen und dabei auch neue Einsatzräume beziehen.

 20. Mai 1974

Flugabwehrraketenbataillon 35 hat Air Chief Marshall Sir Lewis Hodges der Royal Air Force zu Gast.

 27. Juni 1974

Eine Abordnung der Bundeswehrhochschule Hamburg diskutiert mit dem Kommandeur 4. Luftwaffendivision, Generalmajor Coerdt. Die Diskussion wird vom Fernsehen aufgezeichnet und im Oktober gesendet. Gastgeber der Veranstaltung ist das Flugabwehrraketenbataillon 35.

 im August 1974

Stationierung des 51th US Army Artillery Detachment in der Adelheider Kaserne zur Wahrnehmung der Schlüsselgewalt über die nuklearen Gefechtsköpfe für NIKE-Raketen des Flugabwehrraketenbataillons 24

 01. Oktober 1974

Oberstleutnant Kreitz, Spitzname Kaiser Franz, beginnt seine 6-jährige Kommandeurszeit bei Raketenartilleriebataillon 112 und gestaltet maßgeblich die Umrüstung auf das Raketenartilleriesystem LARS. Er löst Oberstleutnant Naumann ab.

Oberstleutnant Ristow ist neuer Kommandeur des Flugabwehrraketenbataillons 24. Er übernimmt von Oberstleutnant Menzel, der als Chef der Flugabwehrraketenabteilung in den integrierten Luftverteidigungsgefechtsstand der NATO nach Ramstein wechselt.

 05. Oktober 1974

Tag der Bundeswehr im StO mobilisiert mehr als 10.000 Besucher. (Delmenh. Kreisblatt)

 01. November 1974

Aus Anlass des 15. Jahrestages des Einzugs in Delmenhorst rückt das komplette Panzergrenadierbataillon 312 auf die Große Höhe aus, beseitigt noch bestehende Sturmschäden aus 1972 und räumt auf im Naherholungsgebiet der Stadt. Der Scheck, den Oberstadtdirektor Mehrtens als Dank dafür überreicht, wird an das Soldatenhilfswerk weitergeleitet.

 18. Dezember 1974

Zum fünften Male erfreuen die Soldaten der 4. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 24 die Kinder in der Lebenshilfe. Ein Scheck über 2.000 DM soll zur Anschaffung neuer Spielgeräte beitragen.

 26. Februar 1975

Der neue Kommandeur 4. Luftwaffendivision aus Aurich, Brigadegeneral Karl-Heinz Franke, besucht erstmals das Flugabwehrraketenbataillon 35 und die Stellung des Bataillons im Raum Syke.

10. März 1975

Abordnungen der 4. Kompanie des Technischen Bataillons Sonderwaffen 160, der 4. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 24 und der Ausbildungsbatterie 12/I übergeben der Lebenshilfe in der Breslauer Straße einen dritten VW Bus. Viele Stunden der Freizeit und Geld haben die Soldaten dafür aufgebracht. 

12. März 1975

Kommandeurswechsel beim Technischen Bataillon Sonderwaffen 160: Major Bleil übernimmt von Oberstleutnant Graupner.

26. Apr. 1975

Zu ihrem 8. Bundes- und Suchdiensttreffen, organisiert vom Panzergrenadierbataillon 312, erscheinen über 700 Ehemalige der ehem. 290. Infanteriedivision. Sie reisen ua. aus Kanada, Österreich und der Schweiz an. Oberstadtdirektor Dr. Cromme begrüßt die Gäste namens der Stadt Delmenhorst.

 01. bis 15. Mai 1975

An der Übung Starke Festung der 11. Panzergrenadierdivision nimmt auch das Versorgungsbataillon 11 teil. Zusätzlich unterstellt sind ihm die Brigadenachschubkompanien 310 und 320 sowie die Materialkompanie des Nachschubbataillons 140. Bei dieser Übung wird erstmals im Heer eine an sich stationär eingesetzte Kompanie, die Materialkompanie, per Bahn- und Straßentransport in den Übungsraum verlegt. 1.600 Tonnen Volumen umfasst das Material, das auf 800 Box- und 600 Flachpaletten verlastet ist. Nach bereits zwei Tagen ist die Kompanie ausgabebereit und unterbietet die zeitliche Vorgabe dafür erheblich.

 10. bis 12. Juni 1975

Huntesprung II heißt die Gefechtsübung der Panzerpionierkompanie 310, die zwischen Küstenkanal und Hunte den Soldaten alles abverlangt, was Pioniere können müssen. Dazu gehört Transport durch Hubschrauber, simulierte Brückensprengungen, Einrichten von Sperrzonen mittels Minen und Draht, Bau von Schlauchbootstegen und Einsatz des Brückenlegepanzers Biber zur Überquerung der Hunte. Nicht zu vergessen: Manöverball in Ostrittrum! 

 25. August 1975

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Limberg, ist zu Gast beim FlaRakBtl. 24 und besucht die Einsatzstellung Schönemoor.

 10. September 1975

Der verantwortliche Kommandeur der Luftverteidigungskräfte im norddeutschen Raum, der niederländische Commodore (Brigadegeneral) van Strijp, lässt sich in Delmenhorst über Ausrüstung und Ausbildungsstand des Flugabwehrraketen Bataillons 24 unterrichten.

  26. September 1975

Gleich zwei Kommandeurswechsel stehen an: Im Versorgungsbataillon 11 übergibt Oberstleutnant Steinseifer an Major Laabs, im Instandsetzungsbataillon 510 übernimmt Oberstleutnant Dr. Drescher von Oberstleutnant Mostert.

  01. Oktober 1975

  • Umbenennung mittleres Instandsetzungsbataillon 510 in Instandsetzungsbataillon 11
  • Aufstellung des Sicherungsbataillons 11 als Geräteeinheit in der Adelheider Kaserne
  • Umgliederung Versorgungsbataillon 11 in Nachschubbataillon 11
    • 1./ NschBtl 11 (Stabs/VersKp)
    • 2./ NschBtl 11 (NschKp) aus NschKp 310
    • 3./ NschBtl 11 (NschKp Material) aus 4./NschBtl 140
    • 4./ NschBtl 11 (NschKp Mengenverbrauchsgüter (MVG)) als GerEinh
    • 5./ NschBtl 11 (NschKp MVG) als GerEinh
    • 6./ NschBtl 11 (TrspKp) als GerEinh
    • 7./ NschBtl 11 (TrspKp) als GerEinh
    • InstKp 310
    • NschKp 310

  01. November 1975

Umbennenung Versorgungsbataillon 11 in Nachschubbataillon 11.

 19. Dezember 1975

Umbenennung Technisches Bataillon SW 160 in Instandsetzungsbataillon 110. Das Bataillon bleibt Korpstruppe und dem Instandsetzungskommando 1 in Bielefeld unterstellt.

Die 4./Technisches Bataillon SW 160 wechselt als 4. Kompanie zum NschBtl (SW) 120

 20. Januar 1976

Flugabwehrraketenbataillon 24 wird frühmorgens alarmiert, um sich 4 Tage lang einer Überprüfung durch 40 internationale Soldaten einer NATO-Prüfgruppe zu stellen. Bis ins kleinste wird der Einsatzwert des Bataillons inspiziert, und das bei sehr widrigen Wetterbedingungen. Die Einlagen der Prüfer sind anspruchsvoll und umfassen alle Ausbildungsgebiete. Die Prüfung wird mit gut bestanden.

 23. Januar 1976

200 Soldaten des Standortes Delmenhorst werden im Raum Lemwerder wegen einer Hochwasserkatastrophe eingesetzt und errichten aus 25.000 Sandsäcken einen 400 m langen Damm.

  März 1976

Die Auswertung der Raketenschießergebnisse des Ausbildungsjahres 1975 ergibt als stolzes Ergebnis für Flugabwehrraketenbataillon 35: Bestes Bataillon der Luftwaffe mit einem Durchschnittstrefferergebnis von 96,2 %!  Damit wird der Erfolg von 1973 bestätigt. 

 17. März 1976

Panzergrenadierbataillon 312 wird Divisionsmeister im Wettbewerb um den Rommelpreis. Geländelauf, Hindernisbahn und Schießen sind zu absolvieren. Das Bataillon ist damit für die Endausscheidung der besten 12 Panzergrenadierbataillone des Heeres qualifiziert (und wird später achtbarer Siebter).

 31. März 1976

Besuch des US-Verteidigungs- und Heeresattaché Oberst Oliver A. Ray beim Nachschubbataillon 11.

 14. April 1976

Das Delmenhorster Kreisblatt berichtet über das in der Stadt bevorstehende 20-jährige Garnisonsjubiläum mit der Bundeswehr. Es werden Privatquartiere für anreisende Familienangehörige der in den beiden Kasernenanlagen dienenden Soldaten gesucht.

 18. Mai 1976

Hoher Besuch aus der Republik Mali in einer Stellung des Flugabwehrraketenbataillons 35: Der Verteidigungsminister, der Botschafter in Deutschland und hohe Offiziere des malischen Militärs lassen sich das Waffensystem Hawk im Detail vorführen.

 28. und 29. Mai 1976

7. Wiedersehenstreffen des ehem. Infanterieregimentes 65 mit 500 Teilnehmern beim Panzergrenadierbataillon 312.

 16. Juni 1976 

Zum Garnisonsjubiläum veröffentlicht das Delmenhorster Kreisblatt eine Verlagsbeilage, die ausführlich über das Militärgeschehen am Bundeswehrstandort informiert.

 18.-20. Juni 1976

Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen der Garnison Delmenhorst. Ein Höhepunkt ist ein historisches Militärkonzert unter dem Motto Vom Feldsignal zum Großen Zapfenstreich auf der Burginsel, bei dem 2.000 Zuschauer einen musikalischen Streifzug durch die Geschichte erleben.  (Delmenh. Kreisblatt Bericht 1Bericht 2 und Bericht 3). Den Abschluss bilden ein Feierliches Gelöbnis und Großer Zapfenstreich auf der Burginsel. Prominentester Redner ist der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Herrmann Schmidt.

 06.bis 09.September

 1976

Großer Bär heißt die größte militärische Übung des Jahres, die in Norddeutschland abgehalten wird. Sie gehört zur NATO- Übungsserie Autumn Forge, die alle nationalen und multinationalen Übungen zusammenfasst. 50.000 Soldaten der Bundeswehr, darunter alle in Delmenhorst stationierten Heeresbataillone, 12.000 Niederländer, Briten und Amerikaner mit insgesamt ca. 20.000 Fahrzeugen sind unterwegs. Die Übung wird von nach der (neuen) KSZE- Schlussakte einzuladenden Beobachterstaaten sorgfältig begleitet.

  21. September 1976

17 Delmenhorster Soldaten haben sich nach und außerhalb des Dienstes beim Berufsförderungsdienst zu Meistern, Gesellen oder Facharbeitern weitergebildet und sich der Prüfung bei der Handwerkskammer Bremen gestellt. Heute erhalten sie zum Lohn die entsprechenden Briefe aus den Händen des Leiters des Berufsförderungsdienstes und des Hauptgeschäftsführers der Bremer Handwerkskammer.

 im September 1976

Bei der Standortkameradschaft im Bundeswehrverband wird ein neuer Vorstand gewählt. Oberleutnant Werner Bierek bleibt deren Vorsitzender. Die Delmenhorster Presse berichtet über die Neuwahl.

 15. Oktober 1976

Übergabe Flugabwehrraketenbataillon 35 von Oberstleutnant Pickert an Oberstleutnant Künstler

 11. Januar 1977

Im Dachgeschoss eines Kompaniegebäudes des Panzergrenadierbataillons 312 bricht ein Brand aus, der schnell zu einem Großfeuer wird. Gezielte Löschmaßnahmen der Soldaten und der nach 10 Minuten eintreffenden Delmenhorster Feuerwehr verhindern Schlimmeres. Brandursache ist ein festgelaufener Heizlüftermotor.

 28. Februar 1977

Intensiver Gedankenaustausch der sieben Delmenhorster Bataillonskommandeure mit Oberbürgermeister Otto Jenzok, Oberstadtdirektor Jürgen Mehrtens und Stadtdirektor Dr. Franz Cromme im Rathaus. Im Mittelpunkt stehen Probleme der Stadt als Garnisonsstadt. (Delmenh. Kreisblatt)

 10. März 1977

Kommandeurswechsel beim PzGrenBtl 312: Oberstleutnant Hansen übergibt an Oberstleutnant Rozmyslowski.

 

 21. März bis 24. Mai

 1977

Alle drei Jahre stellt das Instandsetzungsbataillon 110 ca. 60 Soldaten für 9 Wochen nach Kreta auf den dortigen Raketenschießplatz ab, um die Übungsschießen der Raketenartillerie des Heeres mit den Systemen Sergeant und Lance sicherzustellen. Vom Seetransport des Großgerätes über Instandsetzung allen Gerätes bis zur Regelung des Schießbetriebes mit den griechischen Dienststellen reicht dieses Mal das Aufgabenspektrum. Oberstleutnant Bleil überreicht Gastgeschenke des niedersächsischen Ministerpräsidenten Dr. Albrecht und der Stadt Delmenhorst an den Kommandierenden General des Schießplatzes.

Das neue Waffensystem Lance führt auch den Kommandierenden General des I. Korps, Generalleutnant Klein, nach Kreta, der sich in die Aufgaben des Instandsetzungsbataillons einweisen lässt.

  06. Mai 1977

Der Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte, General George S. Blanchard, ist zu Gast beim FlaRakBtl. 24  (Delmenh. Kreisblatt)

  12. Mai 1977

60 Richter und Staatsanwälte des Oberlandesgerichtsbezirks Bremen nehmen an einer wehrrechtlichen Informationstagung Justiz/Bundeswehr beim Flugabwehrraketenbataillon 35 teil. Neben der Fachdiskussion zeigten sich die Teilnehmer von der Ausrüstung des Bataillons und den enormen Belastungen der Soldaten beeindruckt.

  27. August 1977

Die Panzerpionierkompanie 310 lädt die Bevölkerung Delmenhorsts und der Nachbargemeinden ein zu einer Waffenschau Aktiv. Filmvorführungen, Lehrvorführungen über Kampfeinsätze, Einsatz des Pioniergerätes der Kompanie, Geräteschau und Erbsensuppe erhalten großen Zuspruch. Auch Oberbürgermeister Jenzok zählt zu den zahlreichen Gästen.

 Anfang September

 1977

Alarmmäßig hat die Sanitätsstaffel des Flugabwehrraketenbataillons 24 zu einer großen Übung in den Raum Dötlingen auszurücken und den Hauptverbandplatz aufzubauen und einzurichten. In 8 Stunden ist die Zeltstadt fertig und verfügt einsatzbereit über einen Operationsraum, eine Röntgenabteilung, zwei Zahnbehandlungssätze samt der notwendigen Behandlungs- und Pflegemöglichkeiten sowie über separate Strom- und Wasserversorgung. Der Hauptverbandplatz ist vergleichbar mit einem kleinen Krankenhaus.

  15. September 1977

Delmenhorst erlebt eine Holländische Woche. Zur Eröffnung spielt eine 25 köpfige Drumband des in Stolzenau stationierten niederländischen Flugabwehrraketenbataillons auf dem Rathausplatz und in der Fußgängerzone  und überbringt so musikalische Grüße aus den Niederlanden in die Stadt.

  17. September 1977

In einem Bataillonsappell wird das Flugabwehrbataillon 35 vorübergehend aus dem Einsatzauftrag entlassen.  Grund ist die bevorstehende Umrüstung auf ein neues Waffensystem, verbunden mit einer sehr zeitaufwändigen Umschulung der Spezialisten in den USA.

  05. Oktober 1977

Der niedersächsische Minister für Bundesangelegenheiten, Wilfried Hasselmann, folgt der Bitte Delmenhorster Soldaten, die anlässlich eines Landtagsbesuchs um ein Gespräch gebeten hatten, und besucht Delmenhorst, speziell das Raketenartilleriebataillon 112 (Hasselmann war selbst Artillerist). Neben Gesprächen mit den Vertrauensleuten wird der Minister durch den Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Kreitz, in Gliederung und Aufgaben des Bataillons eingewiesen und folgt engagiert der Waffenschau und einer Lehrvorführung. Begleitet wird der Minister von Oberbürgermeister Jenzok. Der neue Kommandeur der 11. Panzergrenadierdivision, Generalmajor Glanz, der das Kommando erst wenige Tage zuvor übernommen hatte, begrüßt zusammen mit dem Kommandeur des Artillerieregiments 11, Oberst Stein, den hohen Gast in der Kaserne.

 15. Oktober 1977

Erstes Traditionstreffen Quartiermeisterbataillon 3

 21. Oktober 1977

Kommandeurswechsel beim Instandsetzungsbataillon 11: Oberstleutnant Haber übernimmt von Oberstleutnant Dr. Drescher.

An einem anderen Ort stellt sich die Versorgungsbatterie des Flugabwehrraketenbataillons 24 in den Dienst einer guten Sache: Beim Bremer Flohmarkt erzielt sie durch den Verkauf von Erbsensuppe 4.300 DM, die sie der Lebenshilfe spendet. Sie soll der Grundstock für ein Therapiebad sein.

 26. November 1977

Oberfeldwebel Spieler vom Instandsetzungsbataillon 110 rettet in Lemwerder unter Einsatz des eigenen Lebens fünf Kinder vor dem Verbrennungstod.

 17. Dezember 1977

Kontakttreffen auf Initiative des Kantiniers Klaus Rieck in der Caspari-Kaserne zwischen den in Delmenhorst lebenden Angehörigen der US-Streitkräfte und deren Familienmitgliedern mit der deutschen Zivilbevölkerung. Unter den 200 Gästen befinden sich auch Vertreter der Stadt unter Führung und Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Otto Jenzok, der den Teilnehmern eine Bildbroschüre über Delmenhorst überreichte.

 27. Januar 1978

Oberfeldarzt Dr. Schmidt, Leiter der Sanitätsstaffel beim Flugabwehrraketenbataillon 24, weiht die neue Zahnstation in der Caspari-Kaserne ein. Nach neuestem technischen und wissenschaftlichen Standard aufgebaut, sichert die Station die Behandlung von ca. 1.500 Soldaten jährlich.

 31. Januar 1978

Zum zweiten Mal treffen sich im Rathaus die Spitzen der Stadt und die Kommandeure der Bundeswehr am Standort zum Kontaktgespräch über Probleme der Soldaten und ihrer Familienangehörigen in der Stadt. Die Gespräche sollen künftig regelmäßig stattfinden.

 17. Februar 1978

1978apel   Dr. Hans Apel (SPD) wird Bundesminister der Verteidigung (bis 01.10.1982).   (Foto: BMVg)

 14. März 1978

Die Mitglieder des Stadtrates und die Dezernenten der Stadtverwaltung besuchen die Feldwebel-Lilienthal-Kaserne und werden von den Kommandeuren der in der Stadt stationierten Truppenteile über Gliederung und Aufgaben ihrer Bataillone unterrichtet, um den Kommunalpolitikern einen Überblick zu vermitteln. Dabei wird der große wirtschaftliche Faktor der Bundeswehr für die Stadt deutlich: ca. 121 Mio. DM werden jährlich alleine für die Besoldung aufgebracht. Hinzu kommen die hohen Beträge für an zivile Unternehmen vergebene Aufträge von der Instandsetzung bis zur Beschaffung.

 19. April 1978

Einladung der Stadt an die in Delmenhorst stationierten US-Soldaten zu einem zwanglosen Treffen

 29. April 1978

Informationstag für Wehrpflichtige vor der Einberufung in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne  (Delmenh. Kreisblatt)

 05. Mai 1978

Auf den Graftwiesen findet ein Tag der Bundeswehr statt. Heer, Luftwaffe und Marine stellen sich vor. Der Tag endet mit einem Feierlichen Gelöbnis für 600 Rekruten auf der Burginsel und dem Großen Zapfenstreich, kommandiert vom Standortältesten. (Delmenh. Kreisblatt  Bericht 1 und  Bericht 2)

 05. Juni 1978

Panzerpionierkompanie 310 rückt zu zwei Großeinsätzen zum Wohle der Bevölkerung aus: Im Hasbruch wird ein 1 km langer Wanderweg einschließlich einer Brücke angelegt, und in einer Aufräumaktion werden die Delme, Welse und Heidkruger Bäke unter Einsatz von Sturm- und Schlauchbooten gesäubert. 50 Kubikmeter Unrat, darunter Fahrräder, Kleinanhänger, Nähmaschinen und Autowracks, kommen ans Licht und werden entsorgt.

 17. Juli 1978

Bei der turnusmäßigen Vorstandsneuwahl in der Standortkameradschaft wird Oberleutnant Werner Bierek abermals als Vorsitzender wiedergewählt.

 06. Juli 1978 Brigadegeneral Bilbault, französischer Verteidigungsattaché an der französischen Botschaft in Bonn, besucht den Standort Delmenhorst, um seine Kenntnisse über die Bundeswehr zu vertiefen.
 20. September 1978 Anlässlich der Divisionsmeisterschaften in verschiedenen Sportarten, von Flugabwehrraketenbataillon 24 für die 4. Luftwaffendivision ausgerichtet, gibt die Stadt Delmenhorst einen Empfang im Rathaus als Zeichen der Verbundenheit zwischen Bevölkerung und Truppe.

 30. September/10.

 Oktober 1978

Panzergrenadierbataillon 312 feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einigen hundert Ehemaligen und deren Familien. Das breitgefächerte Programm samt abschließendem Empfang wird von Oberbürgermeister Jenzok in seinem Glückwunsch für die Stadt besonders hervorgehoben.

 01. Oktober 1978

Oberstleutnant Laabs, scheidender Kommandeur Nachschubbataillon 11, übergibt das Kommando an seinen Nachfolger, Major Bergschmidt.

 06. Oktober 1978

Das Oktoberfest der Offiziere und Unteroffiziere des Nachschubbataillons 11 erbringt eine Spende von 4.000 DM an das Soldatenhilfswerk.

 23. Oktober 1978

Kommandeurswechsel beim Instandsetzungsbataillon 110: Oberstleutnant Bleil geht, Oberstleutnant Brosig kommt.

 25. Oktober 1978

Indienststellung des Waffensystems IMPROVED HAWK beim FlaRakBtl. 35 in der Caspari-Kaserne
Anwesend sind siebzehn Generale aus drei Nationen, Vertreter der Stadtspitze und alle Kommandeure der deutschen FlaRak-Regimenter und -Bataillone zwischen Eckernförde (Ostsee) und Lenggries (Bayern).

 01. Dezember 1978

Das Delmenhorster Kreisblatt berichtet über ein von der Standortkameradschaft im Bundeswehrverband organisiertes Kontaktgespräch zwischen Kommunalpolitikern und Repräsentanten der Bundeswehr über Belange der  6.000 Soldaten und deren Familienangehörigen im Standortbereich.

 02. Januar 1979

Wieder schlägt das Wetter zu. Diesmal führt starker Schneefall zu katastrophalen Verhältnissen. Unter dem Decknamen DAMPFSCHIFF wurden u.a. über 2.000 Soldaten mit schwerem Gerät zur Beseitigung der Schneemassen eingesetzt. Für Delmenhorst wird am 15.02.79 Katastrophenalarm ausgelöst. (Delmenh. Kreisblatt - Notausgabe und Folgeberichte)

 Anfang Mai 

1979Die Flugabwehrraketenbataillone 24 und 35 unterziehen sich der jährlichen Überprüfung ihrer Einsatzfähigkeit durch die NATO-Prüfgruppe. 70 Prüfer aus den USA, aus Belgien und den Niederlanden prüfen bis ins Detail. 35 wird erstmalig nach Umrüstung auf das System Improved Hawk überprüft. Beide Bataillone bestätigen ihren vollwertigen Platz in der NATO-Luftverteidigung.

29. Mai 1979

Der Kommandierende General der Luftflotte, Generalleutnant Loosen, besucht das Flugabwehrraketenbataillon 24 und insbesondere dessen 2. Batterie. In der Stellung Schönemoor besichtigt er einen drillmäßigen Einsatzablauf mit simulierter Flugzielbekämpfung. Die Batterie hatte im April auf Kreta das beste Schießergebnis aller deutschen NIKE-Batterien erzielt.

 18. Juni 1979

Mit dem Kasernenbefehl Nr 7/79 regelt der Kasernenkommandant der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne die Benutzung des Freibades in der Kaserne für die Badesaison 1979 und erlässt eine Badeordnung.

 20.Juni bis 09.Juli 1979

 

Divisionsübung WEISSE BIRKE der 11. Panzergrenadierdivision. Im Rahmen der Übung betreibt das Instandsetzungsbataillon 11 in vier Ortschaften in freiem Gelände Feldinstandsetzungspunkte und setzt mehr als 100 Rad- und 12 Kettenfahrzeuge in ca. 10.000 Arbeitsstunden instand. Die Bevölkerung kann sich die Instandsetzungspunkte ansehen und ist ob der guten Tarnung verwundert: 500 Soldaten und 300 Fahrzeuge sind praktisch vom Erdboden verschwunden.

 30. Juni 1979

Der Leiter der Standortverwaltung, Regierungsoberamtsrat Willi Pagels, geht in den Ruhestand. Als Nachfolger übernimmt Regierungsoberamtsrat Willi Gillmann diese Aufgabe. (ROAR Gillmann wird bis zum 28.02.1986 in diesem Amt verbleiben.)

 30. August 1979

Kommandowechsel beim Flugabwehrraketen Bataillon 24: Oberstleutnant Ristow geht, Oberstleutnant Panitzki übernimmt. Er war vorher Inspektionschef an der Raketenschule der Luftwaffe in Ft. Bliss / Texas.

 15. bis 23. September

 1979

An der Großübung HARTE FAUST des I. Korps in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nehmen 16.000 Rad- und 2.700 Kettenfahrzeuge in freiem Gelände teil.

Die Gefechtsstände der Übungsleitung werden in Adelheide aufgebaut, die notwendigen Führungstruppen in die Adelheider Kasernen verlegt  Dazu werden die Stabs- und teilweise auch die Unterkunftsgebäude der Delmenhorster Truppe geräumt und die Truppe selbst auf Übungsplätze verlegt. Der Oberbefehlshaber der Central Army Group der NATO, US-General Kroesen, kommt aus Heidelberg (auch) zu Besuch. Es herrscht reger Betrieb in Adelheide.

 13. Oktober 1979

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Brandt, besucht das Flugabwehrraketenbataillon 35 und die Stadt Delmenhorst. Er wird begleitet vom Kommandierenden General der Luftflotte, Generalleutnant Loosen, dem Kommandeur 4. Luftwaffendivision, Generalmajor Willert, und dem Kommandeur Flugabwehrregiment 4, Oberst Kuhagen.

 15. Oktober 1979

Richtfest für das neue Kompaniegebäude (Gebäude 120) der 1./NschBtl 11 für die zentrale Rekrutenausbildung

 25. Oktober 1979

Der neue Technische- und Versorgungsbereich in der Caspari-Kaserne wird seiner Bestimmung übergeben.14 Mio. DM sind investiert.

 27. Oktober 1979

Die Freiwillige Feuerwehr Delmenhorst führt ihre Jahresabschlussübung in der Adelheider Kaserne durch und hat diverse knifflige Aufgaben zu lösen.  Oberstadtdirektor Dr. Cromme würdigt den nahezu reibungslosen Ablauf und sieht den Brandschutz in Delmenhorst in guten Händen.

 12. Dezember 1979

NATO-Doppelbeschluss zur Stationierung von Mittelstreckenraketen in Mitteleuropa als Abescheckungspotential gegenüber der Stationierug von SS 20-Raketen in der westlichen Sowjetunion. Dieser Doppelbeschluss soll vorrangig Gegenstand von Rüstungskontrollverhandlungen zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt werden.

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