Nachschubbataillon 11

Das Wappen: Auf der blauen Grundfarbe mit den goldenen Steckkreuzen zeigt das silbern eingefasste Wappen einen roten Schlüssel aus Silber. Die blaue Grundfarbe soll die Truppengattung symbolisieren. Der Schlüssel soll an die Quartiermeistertruppe erinnern, auf die das Bataillon seine Entstehung zurückführt. Die beiden Steckkreuze stammen aus dem Oldenburger Staatswappen. Damit wird die Tradition der Truppengattung und Zugehörigkeit zur 11. Panzergrenadierdivision symbolisiert.

1975
Am 01. Oktober 1975 wird das Versorgungsbataillon 11 in Nachschubbataillon 11 umgegliedert. In der neuen Gliederung stellt sich das Bataillon wie folgt dar:

  • aus NschKp 310 wird 2. / NschBtl 11
  • aus 4. /NschBtl 140 wird 3. / NschBtl 11
  • aus 2. / VersBtl 11 wird lnstKp310
  • aus 3. / VersBtl 11 wird NschKp-310

Die 4.-7. / NschBtl 11 werden als Geräteeinheiten neu aufgestellt.

 

Auftrag des  Nachschubbataillons 11:
Das Nachschubbataillon 11 hat den Auftrag, im Frieden und im Verteidigungsfall die Versorgung der 11. Panzergrenadierdivision mit Mengenverbrauchs- (MVG), Nichtverbrauchs- (NVG) und Einzelverbrauchsgütern (EVG) zu gewährleisten. Zu den Aufgaben im Einzelnen gehören u.a. Einrichtung und Betrieb von Divisionsversorgungspunkten für Material und Mengenverbrauchsgüter zur Sicherstellung der Anschlussversorgung aus Depots und anderen logistischen Einrichtungen sowie Steuerung des Nachschubs innerhalb einer Division mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung.

1978
Am 31.03.1976 erhält das Nachschubbataillon 11 Besuch des US-Verteidigungs- und Heeresattaché Oberst Oliver A. Ray.

1977
Das erste Traditionstreffen des Quartiermeisterbataillons 3 findet am 15. Oktober 1977 statt.

1978
Das Bataillon erhält am 23.08.1978 Besuch von Lieutenant Colonel Cochrane, Beauftragter des Royal Australien Corps of Transport.

Oberstleutnant Laabs verlässt den Standort Delmenhorst am 06. Oktober 1978 und übergibt das Kommando über das Nachschubbataillon 11 an Major Bergschmidt.

1979
Februar 1979 Einsatz während der Schneekatastrophe in Norddeutschland

Vom 16.-22. Februar 1979 kommt das Bataillon mit sämtlichen Feldarbeitsgeräten im norddeutschen Raum zum Einsatz. Im Rahmen des vom Divisionskommando angeordneten Bereitschaftsdienstes werden ein Arbeitskommando sowie Versorgungs- und Transporthilfen gestellt, die aufgrund der Schneekatastrophe erforderlich sind, um Straßen und Wege zu räumen und die zivile Versorgung sicherzustellen.

Am 27.03.1979 findet ein Bataillonsappell mit Verabschiedung von vier Soldaten (Hauptmann Bostelmann, Hauptmann Henschens, Hauptmann Just und Hauptfeldwebel Männchen) in den Ruhestand statt. Alle vier Soldaten haben die letzte Zeit des zweiten Weltkrieges und ebenso die Geburtsstunde der Bundeswehr miterlebt.

Am 08.06.1979 bekommt das Bataillon Besuch von zwei amerikanischen Soldaten im Rahmen ihrer Ausbildung zum „foreign area officers“: OTL Thomas W. Elrod u. Maj Kenneth G. Colucci.

In der Zeit vom 28.06.-13.07.1979 stellt das Bataillon die Versorgung der 11. PzGrenDiv während eines Truppenübungsplatz-aufenthaltes in Bergen und der Divisionsgefechtsübung „WEISSE BIRKE 3/79" sicher.

Ein Bataillonsappell mit der Verabschiedung des S3 StOffz u. stv BtlKdr, Maj Reiche, sowie Vorstellung des Nachfolgers, Maj Schütt, findet am 06.09.1979 statt.

Im September 1979 nimmt das Bataillon an der Korpsgefechtsübung „HARTE FAUST" teil.

Das Richtfest für das neue Kompaniegebäude (Gebäude 120) der 1./NschBtl 11 für die zentrale Rekrutenausbildung wird am 15.10.1979 begangen.

In der Zeit vom 18.10.-23.10.1979 findet eine MobÜbung der 4. u. 5. Kompanie mit 90 Reservisten sowie der 6. u. 7. Kompanie mit 60 Reservisten statt.

1980
Am 29.01. besucht der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Ing Martin Oldenstätt (Mitglied des Verteidigungsausschusses) das Btl und besichtigt das NVG/EVG-Lager bei der 3. Kompanie.

Ein Truppenübungsplatzaufenthalt in Ehra-Lessin erfolgt in der Zeit vom 08.04.-18.04.1980.

Begleitet von massiven Demonstrationsausschreitungen wird am 06.05.1980 ein feierliche Gelöbnis der Rekruten im Bremer Weser-Stadion durchgeführt.

Die Mobilmachungsübung „STROHPRESSE“ der 4. Kp mit 170 Mannschaften, 50 Unteroffizieren u. 3 Offizieren findet vom 09.05.-11.05.1980 statt.

Am 01. Oktober 1980 erfolgt die Umgliederung des Bataillons auf Heeresstruktur 4*
Mit der Umstellung auf Heeresstruktur 4 wird die Zentrale-Rekruten-Ausbildung bei der ersten Kompanie aufgelöst und durch die Neuaufstellung der Nachschubausbildungskompanien 7/11 und 15/1 ersetzt. Die ersten Chefs dieser Kompanien werden Hauptmann Mertens und Hauptmann Heinken.
* Ziel ist erneut eine Untergliederung in kleinere, flexiblere Verbände.

Im Juli 1980 wird eine militärische Ausbildungshilfe für Obervolta (des heutigen westafrikanischen Staates Burkina Faso) geleistet: Gefr Nobila Dakouré wird zum Nachschubunteroffizier ausgebildet. Militärische Ausbildungshilfe gibt es auch für Mali; der OGefr Doulaye Ballo wird ebenfalls zum Nachschubunteroffizier ausgebildet. Eine weitere militärische Ausbildungshilfe findet vom 01.09.-26.09.1980 für Maj Eng Kui Lim u. Hptm Hong Kow Tai aus Singapur statt.

1981
Am 16. Juli 1981 wird das Nachschubbataillon 11 25 Jahre alt und ist somit eines der ältesten Bataillone im Nordwestdeutschen Raum. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es einen Bataillonsball im Offiziersheim der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne.

Am 25.09.1981 wird ein Feierliches Gelöbnis der Rekruten im Standort veranstaltet.

Vom 14. bis 17. Oktober 1981 kann die Einsatzfähigkeit des Bataillons im Rahmen der Gefechtsübung „STARKE WEHR“ des I. Korps getestet werden. Zur Überprüfung der Versorgungsabläufe richtet das Nachschubbataillon 11 einen Divisionsversorgungspunkt im Gerätedepot Hesedorf bei Bremervörde ein.

1982
Am 26.03.1982 wird wieder ein Feierliches Gelöbnis der Rekruten im Standort veranstaltet.

Am 17.08.1982 besucht eine Abordnung des DGB OLDENBURG das NschBtl 11.
Ein weiteres Feierliches Gelöbnis der Rekruten im Standort folgt am 25 September.
Das zweite Traditionstreffen des Quartiermeisterbataillon 3 gibt es am 16. und 17. Oktober.
1983
Nach 4 1/2 jähriger Dienstzeit übergibt Oberstleutnant Bergschmidt am 23. März 1983 das Kommando über das Nachschubbataillon 11 an Oberstleutnant Köster.

Im September 1983 erfolgt die Einführung und Umstellung auf MKZ-Truppe I (MKZ=Materialkontrollzentrum).

Zur Verbesserung der Materialbevorratung, -verfügbarkeit und -bewirtschaftung wird am 11. Oktober 1983 eine neue EDV-Anlage vom Typ NCR 9020 in Betrieb genommen.

1984
Am 23.03.1984 findet erneut ein Feierliches Gelöbnis der Rekruten im Standort statt.
Nach über 12-jähriger "Ministerpause" in Delmenhorst trägt sich der Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner im Juli 1984 in das "Goldene Buch" der Stadt Delmenhorst ein und besucht anschließend die Adelheider Kasernenanlage, wo er sich in intensiver Weise für den Alltag der Truppe, sowie für die Sorgen und Probleme der Soldaten interessiert.

1985
Abschiednehmen heißt es für Oberstleutnant Köster nach zweijähriger Dienstzeit mit einem feierlichen Appell am 14. März 1985. Er übergibt das Kommando an Major Lorenzen.

Am 05.03.1985 wird der 2. Kompanie eine neue Nachschubhalle übergeben.

Der amerikanische Generalleutnant Robert Bergquist, Kommandeur der US-Logistik-Schule Fort Lee, informiert sich am 30.05.1985 über die Verfahren der Logistik im NschBtl 11.

Das dritte Traditionstreffen des Quartiermeisterbataillons 3 findet am 28. September 1985 statt.

1986
Der Antrittsbesuch Generalmajor Klaffus, Kommandeur 11. PzGrenDiv, beim NschBtl 11 erfolgt am 19.02.1986.

Das 30-jährige Bestehen des Nachschubbataillons 11 wirdeam 19.07.1986 begangen.

Erneute Einsatzfähigkeit demonstrieren Teile des Bataillons im September 1986 mit der Teilnahme an der NATO-Übung "BOLD GUARD" in Schleswig-Holstein.

1987
Zwei Unteroffiziere aus Togo werden im Rahmen der militärischen Ausbildungshilfe in der Zeit vom 05.01.-31.03.1987 zum Militärkraftfahrer und Gerätewart ausgebildet.

Ganz im Zeichen des Umweltschutzes steht die Versorgungsübung „WEISSE BIRKE“ der 11. Panzergrenadierdivision vom 15.05.-20.05.1987. Im Rahmen dieser Übung findet auch eine Mob-Übung bei den Kompanien  2./, 5./ u. 7./NschBtl 11 im Zeitraum vom 11.05.-22.05.1987 statt.

Im Juni 1987 erfolgt die Einführung und Umstellung auf MKZ-Truppe II. Die Einführung des Materialbewirtschaftungsverfahrens Materialkontrollzentrum-Truppe II soll für eine weitere Effizienz durch computergestützte Datenverarbeitung in der Versorgungsdurchführung der NVG/EVG sorgen.

Am 09. Juli 1987 gibt es einen erneuten Kommandeurwechsel beim Nachschubbataillon 11. Oberstleutnant Lorenzen übergibt das Bataillon nach 2 1/4 jähriger Dienstzeit an Major Langrehr, in dessen Amtszeit dem Bataillon eine besondere Aufgabe zufällt: als Pilot-Bataillon soll durch computergestützte Datenverarbeitung die Truppenversorgung noch effektiver gestalten werden. Dieses letztendlich im September gestartete System trägt mit einem Bereitstellungsgrad von annähernd 99% an Material, Ausrüstung usw. zur schnellen Truppenversorgung bei.

In der Zeit vom 08.11.-13.11.1987 erfolgt ein weitere Truppenübungsplatzaufenthalt in Ehra-Lessien.

Am 27.11.1987 gibt es ein weitere Feierliches Gelöbnis mit 570 Rekruten im Standort.

1988
Ein Dienstaufsichtsbesuch beim Btl wird vom  Kdr 11. PzGrenDiv, Generalmajor Senff, am 18.01. durchgeführt.

Eine Mobilmachungsübung der 4. und 6./NschBtl 11, verbunden mit einer Gefechtsübung, an der 420 Reservisten teilnehmen, erfolgt vom 18. bis 29.04. Dabei richtet die 4. Kompanie einen DVP MVG (Divisionsversorgungspunkte für Mengenverbrauchsgüter) ein und betreibt ihn, während die 6. Kompanie in der Ver- und Entsorgung durch Materialtransporte unterstützt. 

Das vierte Traditionstreffen Quartiermeisterbataillon 3 mit ca. 150 Ehemaligen folgt am 3. Juni 1988.

Am 04.06.1988 findet wieder ein Feierliches Gelöbnis von 340 Rekruten im Standort statt.
01. Oktober 1988: Umgliederung des Bataillons und Auflösung der Nachschubausbildungskompanie 7/11

Vom 29.08.-09.09.1988 gibt es eine Mob-Übung bei der 1./NschBtl 11 mit einer Versorgungsübung.
Ein Bataillonsappell zur Umgliederung und Auszeichnung verdienter Soldaten wird am 30.09.1988 durchgeführt. Die Umgliederung des Bataillons beinhaltet eine Teilaktivierung der bisher nichtaktiven 5. Kp als Einsatz- und Ausbildungskompanie (E/A) und eine  Reduzierung der 2./NschBtl 11.

In der Zeit vom 14.10.-21.10.1988 findet ein abermaliger Truppenübungsplatzaufenthalt in Ehra-Lessien statt.
Vom 31.10.-11.11.1988 führt die 3./NschBtl 11 eine Mob-Übung durch.

Ein Dienstaufsichtsbesuch durch den Kdr DivTr 11. PzGrenDiv, Brigadegeneral Tolksdorf, erfolgt am 14.11.1988.

1989
In der Zeit vom 17.04.-28.04.1989 gibt es eine Mob-Übung bei der 7./NschBtl 11.

Am 14.07.1989 findet wieder ein Feierliches Gelöbnis von 470 Rekruten im Standort statt.

Nach fünfzehnmonatiger Dienstzeit verlässt Oberstleutnant Langrehr das Bataillon und übergibt das Kommando an Oberstleutnant Karthäuser am 12.04.1989.

Am 17. August 1989 gibt es eine Informationsveranstaltung der Bundeswehr zum Thema „Wirtschaftliches Denken und Handeln in den Streitkräften“.
Ihre neuen logistischen Verfahren zeigt die Bundeswehr bei der Luftwaffenwerft 62 in Jever und beim Nachschubbataillons 11. Einer Gruppe von Journalisten wird dabei anhand von Fallbeispielen der Versorgungsablauf demonstriert.

Geschichtliche Einfügung
Wohl einmalig dürfte der Grund für die Absage des Truppenübungsplatzaufenthaltes in Putlos gewesen sein:

Der Truppenübungsplatzaufenthalt Putlos (11.11.-17.11.1989) fällt aus, weil die Unterkünfte durch Übersiedler belegt sind. Die steigenden Aus- und Übersiedlerzahlen zwingen auch die Streitkräfte zur Bereitstellung von Unterkunftskapazitäten, die zuerst durch Unterkünfte auf Truppenübungsplätzen zur Verfügung gestellt werden.

Oberstleutnant Karthäuser kann bei der Kommandoübergabe an Major Osterwald am 27. März 1991 als erster Kommandeur im Nachschubbataillon 11 auf eine Doppelverwendung zurückblicken. In seiner knapp zweijährigen Dienstzeit führt er allein fünf Monate als Kommandeur das Bataillon für materielle Sicherheit 8 der ehemaligen NVA in Karow.

1990
Auch der weitere geplante Truppenübungsplatzaufenthalt in Putlos (01.01.-14.01.1990) fällt aus.

Der große Strom von Über- und Aussiedlern aus der ehemaligen DDR und anderen Ostblock-Staaten zwingt die Stadt Delmenhorst aufgrund der ausgeschöpften Kapazitäten dazu, Anfang Januar 1990 auf Kapazitäten in der Adelheider Kasernenanlage auszuweichen. Dort finden ca. 250 Übersiedler kurzfristig eine neue Bleibe. Somit erkennen die Soldaten als „Beteiligte“ vielleicht schon eher, was für die Bevölkerung erst mit der Wiedervereinigung und den Vollzug der deutschen Einheit am 03. Oktober greifbar wird. Außerdem zeigt sich in diesem Zeitraum, dass positive und negative Ereignisse dicht beieinander liegen, denn im Januar 1991 bricht die Golf-Krise aus.

Die Übersiedler finden bis zum 30.03.1990 ihre vorübergehende Unterkunft in der Adelheider Kasernenanlage in Delmenhorst.

In der Zeit vom 26.01.-28.01.1990 findet eine logistische Planübung beim NschBtl 11 im Verfahren MKZ-Tr statt.

Am 02.03.1990 gibt es erneut ein Feierliches Gelöbnis im Standort.

In der Zeit vom 18.05. bis zum 24.05.1990 erfolgt ein Truppenübungsplatzaufenthalt in Bergen.

Am 22.06. 1990 veranstaltet das Bataillon ein Gästeschiessen (zum ersten Mal mit Frauen).

Am 28.06.1990 besucht der MdB Walter Link (CDU) das Nachschubbataillon 11.

Ein Bekleidungstransport nach TORGELOH und EGGESSIN (DDR) wird am 10.09.1990 durch das Nachschubbataillon 11 durchgeführt.

Am 21.09.1990 findet ein Bataillonsappell mit Verabschiedung der ersten Wehrpflichtigen mit zwölfmonatiger Dienstzeit (W12) und des S3 StOffz u. stv BtlKdr, Maj Thevissen, statt.
Am 03.10.1990 vollzieht sich die deutsche Wiedervereinigung (Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland).

Die geplante Mobilmachungsübung der 4. und 6. Kompanie vom 05.11. bis 16.11 1990 entfällt, weil der Kommandeur in das Bundeswehr-Kommando Ost nach Karow kommandiert wird.
Die US-Streitkräfte werden am 17.12.1990 mit der Bereitstellung von Transportkraftfahrzeugen für den Golf-Konflikt durch das Nachschubbataillon 11 unterstützt.

1991
Der Chef des Stabes mit den Abteilungsleitern der 11. PzGrenDiv besuchen das NschBtl 11 am 26.02.1991.

Antrittsbesuch des Kdr DivTr 11. PzGrenDiv, Brigadegeneral Riehmer, am 27.03.1991

Mai 1991 Reduzierung der Garnison Delmenhorst?
In der regionalen Presse sind nahezu täglich neue Hiobsbotschaften zum Thema Schließung oder Reduzierung von Standorten der Bundeswehr zu finden. Da Delmenhorst zu dem Zeitpunkt noch mit zu den größten Standorten in der Bundesrepublik gehört, wird darüber natürlich auf allen Ebenen heftig diskutiert. In vielen Fällen auch mit ängstlichen Untertönen, weil für viele der Arbeitsplatz auf dem Spiel steht. In Delmenhorst stehen derzeit 4050 Soldaten und 742 zivile Beschäftigte für die Verminderung und Neustrukturierung der Streitkräfte zur Disposition.

Am 25.05.1991 wird klar, dass Delmenhorst schwere Einbußen für die Garnison erleben wird. Weit mehr als die Hälfte der Soldaten müssen den Standort Delmenhorst verlassen. Bleiben sollen gem. Bericht des Delmenhorster Kreisblattes ca. 1600 Soldaten, über die Zukunft der zivilen Beschäftigten soll erst zum Herbst entschieden werden.

Anlässlich 35 Jahre NschBtl 11 findet am 31.05.1991 ein Gästeschießen mit Traditionstreffen statt.

Eine Tagung der Kommandeure NschTr I. Korps wirde am 05.06.1991 beim NschBtl 11 abgehalten.

Ein Truppenübungsplatzaufenthalt in Sennelager findet vom 16.06.-20.06.1991 statt.

Offiziere der Armee der CSFR besuchen das NschBtl 11 am 20.08.1991.

Ein Feierliches Gelöbnis der Rekruten mit Gelöbnisrede durch MdB Thomas Kossendey, Mitglied des Verteidigungsausschusses, findet am 30.08.1991 statt.

Besuch des Kommandeurlehrgangs NschTr beim Bataillon am 08.10.1991

Besuch höhere Kommandeure und GenStOffz I. Korps beim Btl mit Vorstellung der 4./NschBtl 3 am 07.11.1991

Am 06.12.1991 erfolgt ein weiteres Feierliches Gelöbnis von 280 Rekruten im Standort.

1992
Am 12. August 1992 beschließt die Bundesregierung eine umfassende Hilfe zur Minderung der Hungersnot in dem vom Bürgerkrieg betroffenen Somalia im Rahmen einer Hilfs- und Friedensmission der Vereinten Nationen. Im Dezember 1992 befiehtl die 11. Panzergrenadierdivision zwei in Delmenhorst stationierten Bataillonen (InstBtl 11 und NschBtl 11), sich auf einen Einsatz in Somalia vorzubereiten.

1993
In der Zeit vom 01.03.-03.03.93 betreibt die NschAusbKp 15/I in Dünsen ein Übungslager.

Am 11.03.1993 wird die 11. Panzergrenadierdivision außer Dienst gestellt. Mit einem letzten gemeinsamen Appell aller Truppenteile am Nachmittag auf dem Paradeplatz der Oldenburger Clausewitz-Kaserne und mit dem Großen Zapfenstreich am Abend vor dem Gebäude der Bezirksregierung Weser-Ems verabschiedet sich die Division nach mehr als 30-jährigem Bestehen.
In den darauffolgenden Monaten werden die Truppenteile der Division entweder aufgelöst oder anderen Bundeswehrverbänden unterstellt.

Im Rahmen der Auflösung der 11. Panzergrenadierdivision wird die Nachschubkompanie 320  am 01. April dem Nachschubbataillon 11 unterstellt.

Am 27.05.1993 wird wieder ein Feierliches Gelöbnis im Standort mit 450 Rekruten veranstaltet.

Juni 1993, nach einer Freigabe des Somalia-Einsatzes der Bundeswehr durch das Bundesverfassungsgericht * sollen Teile des InstBtl 11 und ca. 40 Soldaten des NschBtl 11 daran teilnehmen. Die über hundert künftigen Blauhelm-Soldaten in Adelheide reagieren auf diese Freigabe des UNO-Einsatzes der Bundeswehr mit Erleichterung.
*Ohne ein abschließendes Urteil in dieser Grundsatzfrage zu fällen, (dieses erfolgte erst mit dem so genannten „out-of-area-Urteil“ vom 12. Juni. 1994) verwies das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom 23. Juni 1993 darauf, dass ein zustimmender Beschluss des deutschen Bundestages zwingende Voraussetzung für die Entsendung einer deutschen Einsatztruppe nach Somalia sei. Der Bundestag stimmte der Entsendung des Einsatzverbandes daraufhin am 02.07.1993 mit 337 gegen 185 Stimmen zu.

Am 31.07. 1993 werden die ersten Blauhelm-Soldaten aus Adelheide zum Somalia-Einsatz verabschiedet.

Oberstleutnant Osterwald übergibt nach zweieinhalb Jahren am 01.10.1993 das Kommando an Oberstleutnant Frieling.

Das erste Delmenhorster Somalia-Kontingent kehrt im November 1993 wieder zurück.

1994
Mit einem feierlichen Appell wird das Somaliakontingent des Instandsetzungsbataillons 11 und Nachschubbataillons 11 vom Kommandeur der 11. Panzergrenadierdivision, Generalmajor Oltmanns, im Januar 1994 wieder in Delmenhorst begrüßt. 

Vom 25.02.-27.02.1994 führt die PzGrenBrig 32 mit den unterstellten Truppenteilen eine Brigadegefechtsübung mit dem Namen "Roter Blitz" durch.

 

Am 25.03.1994 wird das NschBtl 11 dem NschRgt 1 unterstellt.

 
Zum 01.April 1994 erfolgt eine Umgliederung des Bataillons in die Heeresstruktur 5 mit Unterstellung unter WBK II/1.PzDiv:

1./ NschBtl 11 (Stabs/VersKp)
2./ NschBtl 11 (NschKp) aus NschKp 10
3./ NschBtl 11 (NschKp) aus NschLKp 90
4./ NschBtl 11 (NschUgKp) aus 4./NschBtl 11
5./ NschBtl 11 (NschKp Mun E/A) als AGA-Kp aus 5./NschBtl 11
6./ NschBtl 11 (NschKp UE) aus NschLKp 90
7./ NschBtl 11 (NschKp UE) aus 7./NschBtl 11
8./ NschBtl 11 (NschKp UE)
9./ NschBtl 11 (NschKp UE) aus 2./NschBtl 11
10./ NschBtl 11 (NschKp E/A) aus NschAusbKp 15/I
Auflösung NschKp 320
Aufstellung und Unterstellung des KfAusbZ Delmenhorst 

Am 27.04.1994 kommt der französische General für die Ausbildung, GenMaj Bonte, zum Truppenbesuch beim NschBtl 11 und am 05.05.1994 besuchte der Kdr DivTr, Brigadegeneral Rückbrodt, das NschBtl 11.

Das Btl veranstaltet das traditionelle Schießen auf der Standortschießanlage in Groß Ippener am 10. Juni 1994. Neben dem Schießen gehören ein Vortrag über Sicherheitspolitik und ein Biwak zum Programm.

Ein abermaliges Feierliches Gelöbnis der Rekruten wird am 19.05.1994 veranstaltet.

In der Zeit vom 23.05.-02.06.1994 nimmt das Nachschubbataillon an der Korpsrahmenübung "BRAVE LION“ des I. (NL) Korps teil.

Am 29.06.1994 erfolgt ein Truppenbesuch des Director General Logistic Support UK, MajGen D.L. Burden, beim Btl.
Im Rahmen eines US/GE Reservistenaustauschs befinden sich beim Btl in den Zeiträumen 26.07.-28.07.1994 Maj Osterfeld, 02.08.-11.08.1994 Maj Mc Graha und 06.09.-12.09.1994 Cpt Brabazon.

Eine Lehrübung für die Führungsakademie der Bundeswehr wird mit Teilen des Btl in der Zeit 19.09.-27.09.1994 auf dem Truppenübungsplatz Garlstedt durchgeführt.

Am 27.09.1994 veranstalten die Kompanien  2./NschBtl 11 und 7./NschBtl 11 eine Lehrübung Verteilerpunkt.

Zu einer deutsch-spanischen Zusammenarbeit kommt es beim Btl vom 16.10.-23.10.1994 mit OTL del Val Diaz.

In der Zeit vom 17.11.-23.11.1994 nimmt das Btl an dar Rahmenübung Logistikregiment 1 "Blauer Ahorn" teil.

Vom 11.12.-15.12.1994 gibt es wieder einen Truppenübungsplatzaufenthalt in Ehra-Lessien mit der 1./, 2./, 3./ und 9. Kompanie.

1995
Vom 27.02.-03.03.1995 folgt ein weitere Truppenübungsplatzaufenthalt in Ehra-Lessien mit 1./, 2./, 3./6./ und 7. Kompanie.

Das Nachschubbataillon hat ein Herz für Kinder. Die Soldaten der 5. Kompanie des Bataillons sammelten im Februar Spenden und Pfandflaschen und überreichter dem Kinderschutzbund Delmenhorst einen Scheck in Höhe von 1.000 DM.

Am 11.05.1995 findet ein weiteres Feierliches Gelöbnis von 250 Rekruten statt. 

Vom 28.05.-31.05.1995 wird ein Truppenübungsplatzaufenthalt in Garlstedt mit der 5./ und 10. Kompanie durchgeführt.

In der Zeit vom 10.08.-01.10.1995 wird weitere militärische Ausbildungshilfe geleistet, diesmal für OFw Diallo u. Fw Sawadogo aus Burkina Faso.

Am 14.08.1995 erfolgt ein Truppenbesuch des Befehlshabers Wehrbereichskommando II  beim Nachschubbataillon 11.

In der Zeit vom 21.08.-27.08.1995 nimmt das Btl mit Teilen an der Divisions-Rahmenübung “Niedersachsenderby" teil.

Vom 28.08.-01.09.1995 gibt es einen weiteren Truppenübungsplatzaufenthalt in Ehra-Lessien mit der 1./, 2./ und der 10. Kompanie.

Eine weitereLehrübung für die Führungsakademie findet vom 19.09.-23.09.1995 in Garlstedt mit Teilen Bataillons statt.


Mit einem feierlichen Übergabeappell am 01.10. übernimmt Major Gudat das Kommando als 19. Kommandeur des Bataillons.

Am 11.10.1995 stattet der Kdr DivTr, BG Rückbrodt, dem Btl einen Truppenbesuch ab.

Oktober 1995: Die Soldaten warten auf Klarheit zum Bosnien-Einsatz.
Mit Spannung wird in der Adelheider Kaserne auf die Entscheidung gewartet, ob Delmenhorster Einheiten am Bundeswehreinsatz in der Nato-Friedenstruppe für Bosnien beteiligt werden.

Die Truppenwehrübung der 4. Kompanie Nachschubbataillon 11 findet in der Zeit vom 16. bis 20. Oktober 1995 statt.

Ein weiteres Feierliches Gelöbnis von 500 Rekruten gibt es am 16.11. auf der Delmenhorster Burginsel.

1996
Die Beteiligung am Einsatz im ehemaligen Jugoslawien beginnt im Januar. Diesmal kommen über 50 Soldaten des Bataillons im ehemaligen Jugoslawien zum Einsatz. Die Soldaten werden für spezielle Aufgaben abgerufen.

Vom 08.05.-09.05.1996 bekommt das Nachschubbataillon 11 Besuch der Abt G4 I. (D/NL) Korps mit Vertretern 1. (NL) Div Abt G4.

Im Rahmen eines Appells erfolgt am 27.06.1996 die Kompanieübergabe der 2./ und der 6./NschBtl 11 von Hptm Görtz an Hptm Tacke.

Ab dem 01.07.1996 wird die Rekrutenausbildung auf 2 Monate verkürzt. Mit der Einführung des 10-monatigen Grundwehrdienstes muss auch die Ausbildung der Rekruten umgestellt werden. Natürlich können die Ausbildungsinhalte der bislang 3-monatigen Ausbildung nicht in vollem Umfang bestehen bleiben, so dass einige Abschnitte wegfallen und andere gekürzt werden. Dies fordert auf der anderen Seite jedoch umso stärker die Ausbilder und hier ganz besonders die jungen Unteroffiziere, die kaum älter sind als die eingezogenen Wehrpflichtigen, aber in einer besonders verantwortungsvollen Position stehen.

Im August 1996 findet wieder ein Feierliches Gelöbnis von 300 Rekruten statt.

An der Jubiläumsveranstaltung "40 Jahre Nachschubtruppe – 40 Jahre NschSH" der NschSH (Nachschubschule des Heeres) am 12.09.1996 ist das Bataillon mit Teilen vertreten.

Am 23.09.1996 wird eine neue Lehrübung für die Führungsakademie mit Teilen des Bataillons durchgeführt.

Zum Jubiläum "40 Jahre Logistik am Standort Delmenhorst" werden am 01. Oktober 1996 ein Feierliches Gelöbnis und ein Tag der Offenen Tür durch InstBtl 11 und NschBtl 11 veranstaltet.

Am 01.10.1996 gibt es einen Appell zur Indienststellung des Logistikregiment 1 und zur Einnahme der Struktur „Neues Heer für neue Aufgaben“.

Hiermit ergeben sich zwei wesentliche Änderungen:
1. Das Nachschubbataillon 11 wird dem neu aufgestellten Logistikregiment 1 in Delmenhorst unterstellt.
2. Drei Einheiten des Bataillons werden Krisenreaktionskräfte, die in Delmenhorst und Schwanewede aufgestellt werden. Das Btl verliert eine Einsatz- /Ausbildungskompanie, nimmt jedoch die 3./ und 7. Komapnie des Nachschubbataillon 6 aus Lüneburg auf und gliedert die anderen Kompanien um.
Der Auftrag des Bataillons im Frieden lautet:
• Versorgung der Truppenteile des Wehrbereichskommandos II/1. Panzerdivision (WBK II / I.PzDiv)
• Versorgung aller übenden Truppenteile auf dem Truppenübungsplatz in Munster und Bergen
• Ausbildung von Rekruten
• Unterstützung der Lehre der Nachschubschule des Heeres und im Einsatz
• Versorgung der mechanisierten Brigaden des WBK II/1. PzDiv mit Nichtverbrauchs-, Einzel- und Mengenverbrauchsgütern, Austauschteilen und Marketenderwaren.

Die neue Aufgliederung führt zu strukturellen Änderungen wie folgt:
NschBtl 11 wird dem LogRgt 1 unterstellt; das Btl wird KRK-Bataillon (KRK = Krisenreaktionskraft) mit 1./NschBtl 11, 2./NschBtl 804 u. 7./NschBtl 804 als KRK-Kompanien. Nach Aufnahme der 3./ und 7./NschBtl 6 wird das Btl umgegliedert in:
1./NschBtl 11 (Stabs- u. Versorgungskompanie) in Delmenhorst
2./NschBtl 11 (NschUgKp) in Munster
3./NschBtl 11 (NschUgKp na) aus 3./NschBtl 6 in Lüneburg

Die weitere Entwicklung der Nachschubtruppe entnehmen Sie bitte dem Beitrag Logistikregiment 1.

 

Quellen:

Chronik des NschBtl 11
Broschüre "40 Jahre Logistik am Standort Delmenhorst" http://www.magix-website.com/mpfo19/50/0BF/0C003910B28211E288EF3CC65B6162D6.pdf

 

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