Flugabwehrtruppen der Luftwaffe

Von den der Luftwaffe zugeordneten Flugabwehrtruppen der Wehrmacht waren die hier benannten Truppenteile von unterschiedlicher Dauer am Standort Delmenhorst stationiert. 

Schwere Flakabteilung 163

Die schwere Flakabteilung 163 wurde Mitte 1942 in die Stadt verlegt. Ihren Gefechtsstand hatte die Abteilung im Rama-Werk (heute Bakemark) in der Innenstadt eingerichtet. Sie gehörte zur taktischen Flakuntergruppe Delmenhorst innerhalb der Flakgruppe Bremen.

Die Abteilung bestand aus 5 Batterien mit 8,8cm Flak-Geschützen in den folgenden Stellungen:  Schafkoven, Havekost, Albertushof, Klenkerei sowie 2 Batterien in Bremen. Im Frühjahr 1943 wurde die 5. Batterie in Dwoberg neu aufgestellt.

Im Oktober 1943 erfolgte die Verlegung der Einheit nach Italien.

Reserve-Flakabteilung 231

Die Reserve-Flakabteilung 231 wurde im Mai 1941 in die Stadt verlegt. Ihren Gefechtsstand hatte die Abteilung im Rama-Werk (heute Bakemark in der Innenstadt) eingerichtet. Sie gehörte zur taktischen Flakuntergruppe Delmenhorst innerhalb der Flakgruppe Bremen.

Die Abteilung bestand zunächst aus 5 Batterien mit 2cm und 8,8cm Flak-Geschützen in den folgenden Stellungen: Almsloh, Albertushof, Schafkoven, Adelheide und Stadtgebiet.

Im August 1941 erfolgte die Verlegung der Einheit nach Bremen.

Von Oktober bis Dezember 1943 lag zudem die neu aufgestellte 6. 8,8cm-Batterie in der Stellung Dwoberg.

Schwere Flakabteilung 247

Die schwere Flakabteilung 247 übernahm im Oktober 1942 für einen Monat den Flakschutz der Stadt. Ihren Gefechtsstand hatte die Abteilung auf dem Fliegerhorst Adelheide

Die Abteilung bestand aus 4 Batterien mit 8,8cm Flak-Geschützen in den folgenden Stellungen: Dwoberg, Almsloh, Havekost und Annenheide.

Reserve-Flakabteilung 265

Die Reserve-Flakabteilung 265 wurde erstmalig 1939 aus Varel nach Delmenhorst verlegt und hatte ihren Gefechtsstand auf dem Flughafen in Adelheide. Sie gehörte zur taktischen Flakuntergruppe Adelheide innerhalb der Flakgruppe Bremen.

Die Abteilung bestand aus 5 Batterien mit 2cm und 8,8cm Flak in den folgenden Stellungen: Albertushof, Größe Höhe, Hoyerswege, Stadtgebiet und Gut Landwehr.

Im Juni 1940 wurde die Abteilung nach Woltmershausen abgezogen, im August 1941 allerdings erneut für den Luftschutz in die Stadt verlegt. Diesmal wurde der Gefechtsstand im Rama-Werk (heute Bakemark in der Innenstadt) eingerichtet. Die 5 Batterien waren auf die folgenden Stellungen verteilt: Schafkoven, Klenkerei, Deichhausen, Bremen sowie Hesepe bei Osnabrück.

Mitte 1942 erfolgte die Verlegung der Einheit nach Bremen.

Schwere Flakabteilung 601

Die schwere Flakabteilung 601 übernahm im August 1944 für einen Monat den Flakschutz der Stadt. Ihren Gefechtsstand hatte die Abteilung im Flakbunker in Schlutter.

Die Abteilung bestand aus 5 Batterien mit 8,8cm und 10,5cm Flak-Geschützen in den folgenden Stellungen: Dwoberg, Almsloh, Havekost, Albertushof.

Reserve-Flakabteilung 606

Die Reserve-Flakabteilung 606 wurde im Juni 1940 aus Bremen in die Stadt verlegt. Ihren Gefechtsstand hatte die Abteilung im Rama-Werk (heute Bakemark in der Innenstadt). Sie gehörte zur taktischen Flakuntergruppe Delmenhorst innerhalb der Flakgruppe Bremen.

Die Abteilung bestand aus 5 Batterien mit 2cm, 3,7cm und 8,8cm Flak-Geschützen in den folgenden Stellungen: Schafkoven, Almsloh, Havekost, Adelheide (Fliegerhorst) und in der Stadt.

Im Mai 1941 erfolgte die Verlegung der Einheit nach Bremen.

Schwere Flakabteilung 611

Die schwere Flakabteilung 611 wurde im Oktober 1943 aus Bremen in die Stadt verlegt. Ihren Gefechtsstand hatte die Abteilung im Flak-Bunker in Schlutter. Sie gehörte zur taktischen Flakuntergruppe Delmenhorst innerhalb der Flakgruppe Bremen.

Die Abteilung bestand aus 5 Batterien mit 8,8cm Flak-Geschützen in den folgenden Stellungen: Almsloh, Havekost und Albertushof.

Im August 1944 erfolgte die Verlegung der Einheit in die Gegend Ochtum/Strom.

2./schwere Flakabteilung 902 E

Die 2. Batterie der schweren Flakabteilung 902E wird Anfang 1945 in Heidkrug erwähnt. Das "E" in der Bezeichnung ist die Abkürzung für "Eisenbahnflak".

Weitere Details sind nicht bekannt.

Leichte Flakabteilung 922

Von der leichten Flakabteilung 922 befanden sich von Anfang 1943 bis zum Januar 1944 die 5. und 6. Batterie in Delmenhorst (Stadtgebiet und Fliegerhorst). Sie waren mit 2cm-Flakgeschützen ausgestattet.

Reserve-Flakscheinwerferabteilung 268

Die Reserve-Flakscheinwerferabteilung 268 wurde 1939 vorrübergehend nach Delmenhorst verlegt und im Mai 1940 wieder zurück nach Bremen. Sie hatte ihren Gefechtsstand in der Maizena-Mühle, von den drei Batterien der Abteilung lag jedoch keine in Delmenhorst.

Quellen:

  • Thiel, Reinhold (1995): Die bremische Flugabwehr im Zweiten Weltkrieg; Verlag Hauschild, Bremen