Flugabwehrraketenbataillon 35 / Flugabwehrraketengeschwader 35


Am 01. Juli 1957 wird der Vorläufer des Flugabwehrraketenbataillons 35, das Luftwaffenflugabwehrbataillon 42, in Bremerhaven aus Teilen des Luftabwehrartilleriebataillons 2 aufgestellt. Das Bataillon wird mit der Flak 40 mm L 70 BOFORS ausgerüstet. 1958 wird der Verband in die Donnerschwee-Kaserne nach Oldenburg verlegt.

1961 erfolgt die Unterstellung unter das Flugabwehrregiment 4 in Oldenburg und das Kommando 4. Luftwaffendivision in Aurich.

1962 erfolgt der erste Einsatz des Verbandes bei der Flutkatastrophe in Hamburg.

1963 beginnt die Ausbildung der Soldaten am Waffensystem HAWK.

Am 01.Juli 1963, nur 5 Jahre nach der Aufstellung, erfolgt aufgrund der zukünftigen Bewaffnung mit dem Waffensystem HAWK die Umbenennung des Verbandes in Flugabwehrraketenbataillon 35. Im selben Jahr werden die 1. und 2. Batterie des Verbandes in den Standort Dörverden/Barme verlegt.

Am 03.05.1965 wird dem "neuen" Verband die Truppenfahne verliehen. Im selben Jahr erfolgt die Ausrüstung mit dem Waffensystem HAWK. Ein Jahr später findet das erste Jahresschießen mit dem Waffensystem auf McGregor-Range in den USA statt.

Am 01.04.1968 verlegen Stab, Stabsbatterie, Versorgungsbatterie und 4. Batterie an den neuen Heimatstandort des Verbandes in die Caspari-Kaserne nach Delmenhorst.

Mit der Verlegung der 3. Batterie 1969 nach Nienburg-Langendamm hat der Verband seine endgültige Stationierung erreicht:

Unterkunftsbereiche

                              Stab und Stabsbatterie            -            Delmenhorst
                              Versorgungsbatterie                -             Delmenhorst
                              1./FlaRakBtl 35                      -             Dörverden / Barme
                              2./FlaRakBtl 35                      -             Dörverden / Barme
                              3./FlaRakBtl 35                      -             Nienburg-Langendamm
                              4./FlaRakBtl 35                      -             Delmenhorst

Einsatzstellungen

                              Bataillon Operation Centre      -             Wachendorf 
                              1./FlaRakBtl 35                      -             Wittlohe
                              2./FlaRakBtl 35                      -             Lichtenmoor
                              3./FlaRakBtl 35                      -             Wohlenhausen
                              4./FlaRakBtl 35                      -             Wachendorf   

1969 wird der Verband der NATO unterstellt.

In den Jahren 1971/72 und 1977-79 wird das Waffensystem mehrfach verbessert /"kampfwertgesteigert" und zum Waffensystem "Impoved HAWK"umgerüstet.

Für den Zeitraum der Umrüstung einer belgischen HAWK-Einheit im Raum Kassel bildet der Verband 1981 in der dortigen Einsatzstellung eine zusätzliche HAWK-Einheit, die "Besondere Feuereinheit".   

1986 präsentiert sich das Bataillon in einer Broschüre zum 30-jährigen Bestehen der Bundeswehr am Standort Delmenhorst.   

Im Rahmen der neuen Luftwaffenstruktur wird das Bataillon am 01.10.1989 umbenannt in "Flugabwehrraketengeschwader 35", die bisherigen "Batterien" erhalten die Bezeichnung "Staffel". Gleichzeitig wird eine eigene Luftwaffensanitätsstaffel für das Geschwader aufgestellt.
Der Verband erhält auf eigenen Vorschlag ein neues Wappen, in dem das Wappen der Stadt Delmenhorst integriert ist.

Am 31.03.1992 wird die NATO-Unterstellung des Verbandes offiziell beendet. Im September wird die Luftwaffensanitätsstaffel aufgelöst und in einem feierlichen Appell wird am 25.09.1992 das Flugabwehrraketengeschwader 35 mit Wirkung vom 31.12.1992 aufgelöst.

Das "Restkommando" des Geschwaders, das die personelle und materielle Auflösung des Verbandes bearbeitete, verlässt am 26.03.1993 die Caspari-Kaserne. Damit ist das Flugabwehrraketengeschwader 35 Militärgeschichte.

Anlagen

Kommandeure FlaRakBtl 35/FlaRakG 35
Stv Kommandeure FlaRakBtl 35/FlaRakG 35
Offiziere des Stabes

 

Quellen: Aktenmaterial der Traditionsgemeinschaft FlaRakG 35