II./Luftwaffenausbildungsregiment 5

Das zweite Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments 5 (II./LwAusbRgt 5  oder auch  II./LAR 5) im Standort Delmenhorst wird durch Umbenennung des I./LwAusbRgt 2 infolge einer Unterstellungsänderung des Bataillons unter einen anderen Regimentsstab gebildet; der Stab des LwAusbRgt 5 befindet sich in Goslar.

Das Delmenhorster Ausbildungsbataillon besteht weiterhin aus 4 Ausbildungskompanien und einem Stabszug. 
Es hat den Auftrag, mit quartalsmäßig einberufenen Rekruten jeweils eine dreimonatige Allgemeine Militärische Grundausbildung durchzuführen.

Eine Besonderheit dieses Bataillons ist, dass neben dieser militärischen Grundausbildung noch 140 Dienststunden als "Fernmelde-Vorausbildung" für den Bedarf der Waffensystem-Verbände und der Kommandobehörden der Luftwaffe zu leisten sind. Dazu berufen die Kreiswehrerstatzämter ausgesuchte Rekruten mit zivilberuflichen Qualifikationen für eine miltärfachliche Verwendung im Fernmeldeverbindungsdienst der Luftwaffe zum II./LwAusbRgt 5 ein. Der größte Teil der so nach Delmenhorst zur Grundausbildung kommenden Wehrpflichtigen ist im Ruhrgebiet beheimatet.

Dem in Delmenhorst stationierten zweiten Bataillon des Regiments sind die 5., 6., 7. und 8. Kompanie zugeordnet.

In der 5. Kompanie erfolgt die Fachausbildung von "Fernschreib-Personal" (Soldaten, die in den Fernmeldestellen der Luftwaffe die Fernschreibgeräte zur Übermittlung verschlüsselter Nachrichten bedienen).

Die 6. Kompanie bildet das "Funk-Personal" aus (Tast- und Sprechfunker, sowie Funkgerätemechaniker).

In der 7. Kompanie findet die Ausbildung von "Betriebsfernsprechern" statt (Soldaten zur Bedienung von Fernsprechvermittlungen im Handbetrieb).

Und die 8. Kompanie hat die "Weitverkehrsspezialisten" auszubilden (Soldaten zum Betreiben von Richtfunkanlagen und Geräten der Übertragungstechnik).

Im Rahmen des Aufbaus eines Gürtels von Flugabwehrrakten-Stellungen entlang der innerdeutschen Grenze für die integrierte NATO-Luftverteidigung auf deutschem Boden wird die Delmenhorster Caspari-Kaserne als Truppenunterkunft für das Personal des FlaRak-Bataillons 35 benötigt. Deswegen muss das Ausbildungsbataillon dort weichen. Also wird das II./LwAusbRgt 5 zum 31. März 1968 aufgelöst.

Das Fernmeldeausbildung-Personal, wie das Fernmeldeausbildungsgerät wechseln zum I./LwAusbRgt 1 nach Pinneberg, wo die vorgezogene Fernmelde-Fachausbildung von Rekruten im Rahmen der Allgemeinen Grundausbildung in gleicher Weise fortgesetzt wird.

Das in anderen Fachtätigkeiten verwendete Stammpersonal des II./LwAusbRgt 5, wie auch dessen Zivilbedienstete werden größtenteils vom FlaRakBtl 35 nach dessen Einzug in die Caspari-Kaserne übernommen.